PV-Park Kürmreuth am Netz
Pressemitteilung vom 17.03.2026 von Bayernwerk
Kürmreuth. Die Bayernwerk Natur GmbH hat den neuen Photovoltaikpark bei Kürmreuth (Landkreis Amberg-Sulzbach) erfolgreich in Betrieb genommen. Auf einer Fläche von rund 4,6 Hektar erzeugen 9.327 Solarmodule künftig klimafreundlichen Strom für rechnerisch etwa 1.650 Haushalte. Mit einer installierten Leistung von 5,8 MWp stärkt die Anlage die dezentrale Energieversorgung in der Region und unterstützt den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Bayern.
Starke regionale Zusammenarbeit
Die Vorplanung für den Park übernahm die Regensburger Voltgrün Energie GmbH, während die bauliche Umsetzung nun von der HEG Energie aus dem mittelfränkischen Geslau übernommen wurde. Die technische Betriebsführung wird künftig von der GSW Gold Solar Wind aus Straubing durchgeführt. Diese enge regionale Zusammenarbeit hat maßgeblich zum reibungslosen Projektverlauf beigetragen. „Mit Projekten wie diesem Solarpark setzen wir gezielt auf regionale Wertschöpfung und stärken so die Energiezukunft in unserer Heimat. Die Zusammenarbeit lokaler Partner ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor“, unterstreicht Hannes Kromer, Prokurist der Bayernwerk Natur GmbH, der das Thema Erneuerbare Erzeugung bei der Bayernwerk Natur verantwortet.
Bau im Zeitplan
Der Baustart erfolgte im Herbst 2025, so dass due Anlage wie geplant in diesem März fertiggestellt werden konnte. Die etwa 3,2 Kilometer lange Kabeltrasse entlang der Bundesstraße 85 wurde zeitlich parallel zu ohnehin notwendigen Straßenbaumaßnahmen verlegt – ein Vorgehen, mit dem sich eine zusätzliche Beeinträchtigung des Verkehrs vermeiden ließen. Der im Juli 2025 erteilte Zuschlag im Rahmen der EEG-Ausschreibung schuf frühzeitig Planungssicherheit und unterstützte die zügige Projektumsetzung.
Solarenergie und Biodiversität
Der Solarpark befindet sich in derzeit noch einsehbarer Lage (eine Sichtschutz-Bepflanzung wird in Kürze erfolgen) südlich eines Truppenübungsplatzes und fügt sich in das Landschaftsbild ein. Die Ausgestaltung der Fläche ermöglicht grundsätzlich eine Beweidung durch Schafe oder Ziegen und eröffnet damit die Option einer naturnahen Pflege. Eine solche Bewirtschaftung kann artenreiche Grünstrukturen fördern und zur ökologischen Aufwertung beitragen. Eine bundesweite Feldstudie des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (bne) kommt zu dem Ergebnis, dass Photovoltaik-Freiflächenanlagen Lebensräume für nahezu 400 Pflanzenarten sowie rund 200 Tierarten bieten können – darunter zahlreiche Insekten, Amphibien sowie Vogel- und Fledermausarten. Zudem zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass Standorte in der Nähe von Truppenübungsplätzen, die selbst als Rückzugsräume für seltene Arten gelten, positive Effekte auf die Biodiversität angrenzender Solarparks haben können. Der Solarpark bei Kürmreuth steht damit beispielhaft für die Verbindung von erneuerbarer Stromerzeugung und ökologischen Entwicklungspotenzialen.